Musik-Wiki
Advertisement
Musik-Wiki
4.532
Seiten
S.V.E.S.T.
Allgemeine Informationen
Herkunft Nantes, Pays de la Loire, Frankreich Flag of France.svg
Genre(s) Black Metal
Gründung 1997
Aktuelle Besetzung
Spica
Darkkarma
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Sad

S.V.E.S.T. ist eine französische Black-Metal-Band aus nantes. Der Bandname ist eine Abkürzung für Satanas Vobiscum et Spiritum Tuo.

Bandgeschichte[]

Auf den ersten Demos „Scarification of Soul“ und „Death to Macrocosm“ spielte S.V.E.S.T. zwar großteils klassischen Black Metal, allerdings waren schon deutliche Anzeichen der Entwicklung eines eigenständigen Black-Metal-Stils zu erkennen. 2003 erschien ihr Debütalbum „Urfaust“, auf dem die Band „etwas psychedelische Lead-Gitarre“ einsetzt.[1] Das 2005 erschienene Werk „Coagula“ ist eine Neuaufnahme der Demos von 1998 und 1999. 2008 erschienen die EP „Veritas Diaboli Manet in Aeternum: Le Diable est ma Raison“, die darauf enthaltenen Titel wurden kurz darauf als Split mit Deathspell Omega veröffentlicht.

Musikstil[]

Die Band ist im traditionellen Black Metal verwurzelt,[2] Auf „Urfaust“ setzt S.V.E.S.T. eine „etwas psychedelische Lead-Gitarre“ ein, die von einem „deutlich hörbaren und lebhaften Bass“ begleitet wird, „der in volltönender Manier daherrumpelt“.[1] Ungewöhnlich sind die Harmonien und tonalen Kombinationen.[3] Das Schlagzeug wird vom Metal Observer als „Sperrfeuer“ und „permanente Kakophonie“ bezeichnet.[1] Der Klang auf der Split-EP wird von Les Éternels mit dem von Darkthrone zur Zeit von „A Blaze in the Northern Sky“ verglichen.[2] Der Gesang auf dieser ist verzerrt, die Riffs sind repetitiv, simpel und „kalt“, der Klang „außergewöhnlich dreckig und bis zum Maximum gesättigt“, wodurch Riff-Variationen schwer herauszuhören sind.[2] Die Produktion wurde von Zach Zimmerman als „blechern“ bezeichnet; er bezeichnet die Riffs als fließend, aber die Lieder als rigide.[3]

Ideologie[]

Die Veröffentlichungen von S.V.E.S.T. erscheinen in streng limitierten Auflagen. Die Band ist laut Unheilige Allianzen „nur den wirklichen Szene-Gängern bekannt“.[4] Textlich baut sie auf dem Satanismus auf, der die ideologische Grundlage des Black Metal und für Spica, den Sänger der Band, „sehr wichtig und kraftvoll“ ist. Seine Anschauung beschreibt er als „komplexe Mischung aus Nihilismus und Misanthropie, sehr viel Hass, Wissensdurst und Macht. Perversion und die Ablehnung der Moral.“[5]

Spica spricht sich gegen Politik im Black Metal aus; die Musik „sollte Hass, Verzweiflung, Dunkelheit, Schmerz usw. verbreiten aber natürlich keine Propaganda für die Natur und das Leben sein, wie es beim Nationalsozialismus und bei Heidentum der Fall ist“. Allerdings relativiert er diese Position: „Wie auch immer, ich bin nicht gegen das Nazi-Zeug, solange das nicht mit der Bewahrung der so genannten Weißen Rasse einhergeht. Denn Black Metal ist nicht nur gegen das Christentum gerichtet, sondern auch gegen die verdammten Juden und Moslemschweine. Manchmal scheint es, dass sich manche Bands dafür schämen, antijüdische und antimuslimische Propaganda zu betreiben.“[5] Zudem spielt er in der Ein-Mann-Band Cantus Bestiae[6] und brachte mit dieser eine Split-Veröffentlichung mit dem NSBM-Projekt Ad Hominem heraus.

Diskografie[]

Demos[]

  • 1998: Scarification of Soul
  • 1999: Death to Macrocosm

Alben[]

  • 2003: Urfaust
  • 2005: Coagula

EPs[]

  • 2008: Veritas Diaboli Manet in Aeternum: Le Diable est ma Raison

Splits[]

  • 2001: Black Metal Endsieg (Split mit Katharsis, Warloghe und Black Witchery)
  • 2002: Night Tale/Death to Macrocosm (Split mit Azaxul)
  • 2007: S.V.E.S.T./Inkisitor
  • 2008: Veritas Diaboli Manet in Aeternum (Split mit Deathspell Omega)

Einzelnachweise[]

  1. 1,0 1,1 1,2 Mac: Review - S.V.E.S.T. - Urfaust. The Metal Observer, 22. Februar 2007, abgerufen am 22. September 2010.
  2. 2,0 2,1 2,2 Chronique : Deathspell Omega-S.V.E.S.T. Veritas Diaboli Manet In Aeternum (2008). Les Éternels, 11. Januar 2009, abgerufen am 22. September 2010 (französisch): Vorlage:"
  3. 3,0 3,1 Zach Zimmerman: S.V.E.S.T. Bring French Sensibility to Black Metal on "...Le Diable Est Ma Raison". Associated Content, 1. November 2009, abgerufen am 22. September 2010 (englisch).
  4.  Christian Dornbusch, Hans-Peter Killguss: Unheilige Allianzen. Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus. Unrast Verlag, Münster 2005, ISBN 3-89771-817-0, S. 223.
  5. 5,0 5,1  Christian Dornbusch, Hans-Peter Killguss: Unheilige Allianzen. Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus. Unrast Verlag, Münster 2005, ISBN 3-89771-817-0, S. 223.
  6.  Christian Dornbusch, Hans-Peter Killguss: Unheilige Allianzen. Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus. Unrast Verlag, Münster 2005, ISBN 3-89771-817-0, S. 224.
Wikipedia-logo-v2-wordmark.svg
Dieser Wikipedia-Artikel wurde inklusive aller Autoren und Versionen importiert.