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Die Orgel, altgriechisch: ὄργανον (órganon), bedeutet Werkzeug, Instrument und ist ein über Tasten spielbares Musikinstrument. Der Klang wird einerseits durch Pfeifen, den Labial- (= Lippen) und Lingual- (= Zungen) Pfeifen erzeugt, die durch einen, in einem Blasebalg erzeugten Orgelwind genannten Luftstrom angeblasen werden, andererseits auf elektronischem Wege bei Digital gesteuerten Instrumenten.

Charakteristisch ist der Gebrauch nicht nur des Manuals (Spiel mit den Händen), sondern auch des Pedals (Spiel mit den Füßen).

Seit der Gotik ist die Orgel das wichtigste Instrument im Gottesdienst. Im Laufe der Geschichte haben sich unterschiedliche Bauformen und Größen, zumeist in Kirchen, entwickelt. Aber auch in Konzertsälen und Privatwohnungen (Hausorgel) sind sie zu finden. Eine kleine, einmanualige Orgel ohne das Pedal wird Positiv oder bei kompakter truhenförmiger Bauweise Truhenorgel genannt. Tragbare Kleinstorgeln heißen Portativ. Eine Spezialform hiervon ist das Regal, das aus Zungenpfeifen besteht. Darüber hinaus werden Orgeln auch nach ihrer Aufstellung im Kirchenraum benannt: Chororgel - die Aufstellung im Bereich des Altarraums; Lettnerorgel - eine Aufstellung auf dem Lettner zwischen Altar und Kirchenschiff; Schwalbennestorgel - die Aufhängung der Orgel im Kirchenschiff unterhalb des Gewölbes; Brüstungsorgel auf der Westempore.

Die Erfindung der Orgel geht auf das Jahr 246 v. Chr. zurück. Ihr Erfinder war vermutlich der Ingenieur Ktesibios. Er lebte zunächst in Alexandrien, später in Aspendus (heutige Türkei).

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