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Als '''Nationalkomponist''' wird ein [[Komponist]] bezeichnet, dessen musikalisches Werk übergreifend durch nationale Symbole und Elemente gekennzeichnet ist, darüber hinaus eine hohe Popularität in der Öffentlichkeit der ihm angehörigen [[Nation]] genießt und international als bedeutender Musikschaffender anerkannt wird.
|Name = Montreal
 
|Bild =
 
|Bildbeschreibung =
 
|Gründung = 2004
 
|Auflösung =
 
|Neugründung =
 
|Genre = [[Punk Rock]]
 
|Website = http://www.montrealmusic.de/
 
|Gründer1a = Hirsch
 
|Gründer1b = [[E-Bass|Bass]]/[[Gesang]]
 
|Gründer2a = Yonas
 
|Gründer2b = [[Gitarre]]/[[Gesang]]
 
|Gründer3a = Max Power
 
|Gründer3b = [[Schlagzeug]]
 
}}
 
'''Montreal''' ist eine 2004 gegründete überwiegend deutschsprachige [[Punk Rock]]-Band aus [[Hamburg]]. Ihre Texte Handeln von ernsthafte als auch komödianten Themen.
 
   
== Geschichte ==
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== Begriff ==
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Das Konzept ist vergleichbar mit demjenigen des [[Nationaldichter]]s, hat allerdings keine historische Vergangenheit mit offiziellen Titeln (z.B. [[poeta laureatus]]). Der Begriff ist im [[19. Jahrhundert]] im Zuge [[Nationalismus|nationalistischer]] bzw. [[Patriotismus|patriotistischer]] Bewegungen entstanden, als vor allem Komponisten aus kleineren, unter Fremdherrschaft stehenden Staaten Elemente der Volksmusik in ihre Werke verflochten oder prägnante nationale Symbole anderer Art vertonten ([[nationale Schule]]n). Allerdings werden aufgrund des Popularitätskriteriums nur wenige Komponisten einer nationalen Schule als Nationalkomponisten betrachtet. Als Nationalkomponisten geltende Musiker verstanden sich nicht explizit als solche, sondern betrachteten sich allenfalls als Patrioten.
Montreal wurde 2004 in Hamburg gegründet und benannte sich nachdem Geburtsort ihrer kanadischen Schlagzeugikone Max Power. Noch im gleichen jahr begibt sich die Band mit den [[Alternative Allstars]] auf Tour.
 
   
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Vergleichbare Konzepte vor der Romantik sorgen in der musikwissenschaftlichen Geschichtsforschung für Uneinigkeiten in der Nationalbezeichnung einzelner Komponisten wie [[Ludwig Senfl]] (Deutschland/Schweiz) oder [[Georg Friedrich Händel]] (Deutschland/England).
Das [[Debütalbum]] ''Alles Auf Schwarz'' erscheint 2005 bei Hamburg Records, welches von [[Flo V. Schwarz]] von [[Pyogenesis]], dem das [[Plattenlabel]] [[Hamburg Records]] gehört, produziert wird. Das [[Intro]] und [[Outro]] der Platte wird von Oliver Rohrbeck, dem deutschen Synchronprecher von Justus Jonas von den Drei Fragezeichen gesprochen, der als Bezahlung lediglich ein Bier verlangt. Die Single ''Solang die Fahne weht'' läuft mit Video auf den Sendern [[MTV]] und [[VIVA]]. Die Band tourt noch im selben Jahr mit [[Sondaschule]], [[Loikaemie]], [[Bombshell Rocks]], und [[EL*KE]].
 
   
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== Verbreitung ==
Montreal begeben sich 2006 auf eine Supporttour für [[Spittin' Vicars]], [[The Go Faster Nuns]], [[ZSK]], [[Randy]] und der [[Bloodhound Gang]] in Rumänien, Bulgarien, Mazedonien, Italien, Deutschland und Polen, nach der sie ins Studio gehen um das zweite Album ''Die schönste Sprache der Welt'' aufzunehmen, welches nach einer [[Headliner]]tour in Russland dann 2007 erscheint. Zur Promotion startet die Band die erste eigene Headlinertour durch Deutschland, spielt als [[Vorband]] von [[Samiam]] und tourt mit der Bloodhound Gang. Zudem reisen Montreal durch [[Estland]] und [[Russland]], wo ihr Video inzwischen auch auf den ländischen Musiksendern läuft.
 
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Nationalkomponisten finden sich vor allem in [[Skandinavien]]: [[Hugo Alfvén]] (Schweden), [[Niels Wilhelm Gade]] (Dänemark), [[Edvard Grieg]] (Norwegen) und [[Jean Sibelius]] (Finnland) gelten als führende Komponisten der nordischen Romantik. Auch in [[Osteuropa]] werden viele Nationalkomponisten verehrt: [[Bedřich Smetana]], [[Antonín Dvořák]] (beide Böhmen/Tschechien), [[Frédéric Chopin]], [[Stanisław Moniuszko]] (beide Polen), [[Béla Bartók]] (Ungarn), [[Mikalojus Konstantinas Čiurlionis]] (Litauen), [[Mykola Lysenko]] (Ukraine) und [[Aram Chatschaturjan]] (Armenien).
   
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Auch in kleineren westeuropäischen Ländern gab es vereinzelt Nationalkomponisten, auch ohne "national" zu komponieren: In [[Liechtenstein]] ist der größtenteils in Deutschland wirkende [[Josef Gabriel Rheinberger]] aufgrund seiner Bedeutung heute eine nationale Identifikationsfigur. In der [[Schweiz]] ist [[Hans Huber (Komponist)|Hans Huber]] als patriotischer, in romantischer Breite arbeitender Komponist bekannt, hat aber nicht einen vergleichbaren Status eines Nationalkomponisten. In [[Irland]] wird vor allem der barocke Harfenkomponist [[Turlough O'Carolan]] als Nationalkomponist verehrt.
Montreal können seit ihrer Bandgründung mit über 250 Konzerten aufwarten.
 
   
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In den selbstherrschenden Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts mit großer und verbreiteter Musiktradition wie Deutschland, Italien und Frankreich wurden keine Komponisten in ähnlicher Art verehrt. Allerdings waren Musiker wie [[Ludwig van Beethoven]], [[Richard Wagner]] und [[Anton Bruckner]] im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|nationalsozialistischen Deutschland]] aus Propagandagründen zu Nationalkomponisten stilisiert worden, weil sich in ihrer Musik im Sinne des Regimes "deutschnationale Ideale" widerspiegelten.
Montreal besitzen ein [[Streetteam]] welches den Namen ''Heimliche Verehrer'' trägt.
 
   
== Diskographie ==
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== Siehe auch ==
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* [[Nationale Schule]]
   
=== Demos ===
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== Literatur ==
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'''allgemein'''
* ''Advance'' (2004)
 
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* Sidney Walter Finkelstein: ''Composer and nation. The folk heritage in music, a study of national expresion in music and the use of folk and popular music by the great composers from the 17th century to the present day'', New York 1989.
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'''zu einzelnen Komponisten'''
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* Heinrich W. Schwab: ''Nationalkomponist, Heimatskünstler, Europäer. Wechselnde Ansichten des Grieg-Bildes vom 19. zum 20. Jahrhundert'', München 2005.
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* Thomas Leibnitz: ''Anton Bruckner and "German music". Josef Schalk and the establishment of Bruckner as a national composer'', Aldershot 2001.
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* Zdzisław Mach: ''National Anthems. The Case of Chopin as a National Composer'', Oxford 1994.
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* Percy Marshall Young: ''Dvořák'', London/New York 1970, S. 39-46.
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* Ilmari Hannikainen: ''Sibelius and the development of Finnish music'', London 1948.
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* Agnes M. Wergeland: ''Grieg as a national composer'', New York 1907.
   
 
[[Kategorie:Musikgeschichte]]
=== Alben ===
 
* ''Alles Auf Schwarz'' (2005, Hamburg Records)
 
* ''Die schönste Sprache der Welt'' (2007, Hamburg Records)
 
 
=== Videographie ===
 
* ''Solang die Fahne weht'' (2005)
 
 
== Weblinks ==
 
 
* [http://www.montrealmusic.de Offizielle Internetseite]
 
* [http://www.myspace.com/montrealmusic Montreal bei MySpace]
 
 
[[Kategorie:Punkband]]
 
[[Kategorie:Deutsche Band]]
 

Version vom 26. Dezember 2009, 14:20 Uhr

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Als Nationalkomponist wird ein Komponist bezeichnet, dessen musikalisches Werk übergreifend durch nationale Symbole und Elemente gekennzeichnet ist, darüber hinaus eine hohe Popularität in der Öffentlichkeit der ihm angehörigen Nation genießt und international als bedeutender Musikschaffender anerkannt wird.

Begriff

Das Konzept ist vergleichbar mit demjenigen des Nationaldichters, hat allerdings keine historische Vergangenheit mit offiziellen Titeln (z.B. poeta laureatus). Der Begriff ist im 19. Jahrhundert im Zuge nationalistischer bzw. patriotistischer Bewegungen entstanden, als vor allem Komponisten aus kleineren, unter Fremdherrschaft stehenden Staaten Elemente der Volksmusik in ihre Werke verflochten oder prägnante nationale Symbole anderer Art vertonten (nationale Schulen). Allerdings werden aufgrund des Popularitätskriteriums nur wenige Komponisten einer nationalen Schule als Nationalkomponisten betrachtet. Als Nationalkomponisten geltende Musiker verstanden sich nicht explizit als solche, sondern betrachteten sich allenfalls als Patrioten.

Vergleichbare Konzepte vor der Romantik sorgen in der musikwissenschaftlichen Geschichtsforschung für Uneinigkeiten in der Nationalbezeichnung einzelner Komponisten wie Ludwig Senfl (Deutschland/Schweiz) oder Georg Friedrich Händel (Deutschland/England).

Verbreitung

Nationalkomponisten finden sich vor allem in Skandinavien: Hugo Alfvén (Schweden), Niels Wilhelm Gade (Dänemark), Edvard Grieg (Norwegen) und Jean Sibelius (Finnland) gelten als führende Komponisten der nordischen Romantik. Auch in Osteuropa werden viele Nationalkomponisten verehrt: Bedřich Smetana, Antonín Dvořák (beide Böhmen/Tschechien), Frédéric Chopin, Stanisław Moniuszko (beide Polen), Béla Bartók (Ungarn), Mikalojus Konstantinas Čiurlionis (Litauen), Mykola Lysenko (Ukraine) und Aram Chatschaturjan (Armenien).

Auch in kleineren westeuropäischen Ländern gab es vereinzelt Nationalkomponisten, auch ohne "national" zu komponieren: In Liechtenstein ist der größtenteils in Deutschland wirkende Josef Gabriel Rheinberger aufgrund seiner Bedeutung heute eine nationale Identifikationsfigur. In der Schweiz ist Hans Huber als patriotischer, in romantischer Breite arbeitender Komponist bekannt, hat aber nicht einen vergleichbaren Status eines Nationalkomponisten. In Irland wird vor allem der barocke Harfenkomponist Turlough O'Carolan als Nationalkomponist verehrt.

In den selbstherrschenden Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts mit großer und verbreiteter Musiktradition wie Deutschland, Italien und Frankreich wurden keine Komponisten in ähnlicher Art verehrt. Allerdings waren Musiker wie Ludwig van Beethoven, Richard Wagner und Anton Bruckner im nationalsozialistischen Deutschland aus Propagandagründen zu Nationalkomponisten stilisiert worden, weil sich in ihrer Musik im Sinne des Regimes "deutschnationale Ideale" widerspiegelten.

Siehe auch

Literatur

allgemein

  • Sidney Walter Finkelstein: Composer and nation. The folk heritage in music, a study of national expresion in music and the use of folk and popular music by the great composers from the 17th century to the present day, New York 1989.

zu einzelnen Komponisten

  • Heinrich W. Schwab: Nationalkomponist, Heimatskünstler, Europäer. Wechselnde Ansichten des Grieg-Bildes vom 19. zum 20. Jahrhundert, München 2005.
  • Thomas Leibnitz: Anton Bruckner and "German music". Josef Schalk and the establishment of Bruckner as a national composer, Aldershot 2001.
  • Zdzisław Mach: National Anthems. The Case of Chopin as a National Composer, Oxford 1994.
  • Percy Marshall Young: Dvořák, London/New York 1970, S. 39-46.
  • Ilmari Hannikainen: Sibelius and the development of Finnish music, London 1948.
  • Agnes M. Wergeland: Grieg as a national composer, New York 1907.
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