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MaKss Damage (bürgerl. Name Julian Fritsch), auch als "MAK" bekannt, ist ein deutscher Neonazi und Rapper aus Gütersloh. Seinen Namen soll er der Hauptfigur Max Damage aus einem Computerspiel entliehen haben.

Musikalische KarriereBearbeiten

Im Oktober 2008 veröffentlichte MaKss Damage sein erstes Demo Tape ‘’Alarmstufe Rot’’ im Internet zum kostenlosen Download. Fans stellten selbstgemachte Videoclips in das Videoportal YouTube und so wurde MaKss Damage in der linken Szene schnell bekannt. Auf dem Cover ist ein romantisch wirkender Sonnenaufgang dargestellt, im Hintergrund sieht man die |New Yorker Skyline und ein Flugzeug welches auf das World Trade Center ansteuert. Alarmstufe Rot provoziert unter anderem durch eine RAF-Hymne und einem Loblied an Lenin. Im Juli 2009 die EP Stalins Way veröffentlicht. Erfolgreich wurde die EP, da sie wiederum zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt wurde und MaKss Damage seinen konsequent kommunistisch, leninistischen Weg fortgesetzt hatte. Die Tracks ‘’Ex die Havana Club’’ und „Kommunisten Power“ gelten bis heute als Feierhymnen in kommunistischen Jugendverbänden wie derSozialistischen deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) oder der Freien deutschen Jugend (FDJ).

Am 15. März 2010 wurde das Tape Makssismus 2010 veröffentlicht. Es ist wiederum zum freien Download verfügbar. Auf diesem Tape ist auch der kontroverse Song „Antideutsche Hurensöhne“ enthalten. MaKss Damage beschäftigt sich hier mit den Vorwürfen, die insbesondere von Antideutschen gegen ihn erhoben werden.

Stil und musikalische EinflüsseBearbeiten

MaKss Damage ist dem deutschen Hip Hop zugehörig und verwendet einige Sprechtechniken, wie man sie aus früheren Werken von Kool Savas oder Taktloss her kennt. Außerdem sind seine Texte inspiriert von sozialistischen Arbeiterliedern. Der Track Die Hard beginnt mit einem Stück von Ernst Busch. Auffällig ist, dass er mit anderen deutschen linksradikalen Rappern wie Holger Burner oder Chaoze One keine Gemeinsamkeiten hat, da er im Gegensatz zu ihnen, wie im deutschen Hip Hop üblich, viele Kraftausdrücke verwendet. Ausserdem enthalten alle seine Werke kurze Audioausschnitte aus Filmen oder Computerspielen.

Das Kreuzberger Konzert 2009Bearbeiten

Am 07. August 2009 sollte im Berliner Stadtteil Kreuzberg ein Konzert mit MaKss Damage stattfinden. Antideutsche Internet-Blogger haben die Veranstaltung scharf angegriffen und konnten den Veranstalter des Konzertes so massiv unter Druck setzen, dass MaKss Damage ausgeladen wurde. Stattdessen spielten Holger Burner und der Berliner Rapper Sinan im Festsaal Kreuzberg.

KritikBearbeiten

MaKss Damage steht wegen seiner Songtexte oft in der Kritik. So wirft man ihm vor, dass seine Songtexte sexistisch, frauenfeindlich, gewaltverherrlichend und linksradikal seien. Ihm wir häufig Antisemitismus unterstellt, jedoch wurde nie ein hinreichender Beleg dazu erbracht. Entgegen dieser Behauptung existiert die Liedstelle im Lied Spartakus „lass Israel sterben damit Juden und Araber den Frieden anstatt Kugeln zu lieben lernen“ welche sich klar gegen den Staat Israel ausspricht jedoch nicht gegen Juden. Viel mehr wird eine (einseitige) Lösung für den Nah Ost Konflikt herbeigesehnt in dem beide Bevölkerungsgruppen (Juden und Araber) friedlich zusammen leben. Im Antisemitismus hingegen werden Juden als minderwertige, biologische Rasse angesehen welche der Gesellschaft schadet und aus ihr Entfernt werden muss. Die Häufig zitierte Textstelle „Ich leite Giftgas lyrisch in Siedlungen die jüdisch sind“ ist aus einem Satirischen Lied Namens Arabisches Geld, in dem er offen sagt das er gerne provoziert, behauptet das er auf einem Teppich fliegt, wobei dies etwas ist das er in seinem Lied „Am Nachthimmel“ als Negativ Beispiel nannte „ich fliege nicht wie Alladin auf dem Teppich daher um euch mit Märchen zu veralbern“ und auf dem Album „Makssismus“ erschien in dem er Antideutsche Kritisiert die ihm Antisemitismus vorwerfen. Auf seiner Homepage stand als das Album veröffentlicht wurde satirisch „Jetzt mit 200% mehr Sexmismus, 200% Antisemitismus und 200% mehr Gewalt“.

Wechsel zum nationalen LagerBearbeiten

Im Februar 2011 wurde auf der Website medinet-west.info ein Interview mit Makss Damage veröffentlicht, in dem er bekannt gibt, zur nationalen Szene gewechselt zu sein. Zudem distanziert er sich von allen seinen bisherigen Veröffentlichungen. Seit 2011 veröffentlicht er Hip-Hop-Lieder mit rectsextremen Texten, die weiterhin mit Kraftausdrücken versehen sind.

Im Rahmen seiner ersten Aktivitäten in der Neonazi-Szene rief Fritsch im Frühjahr 2011 in einem Einzeltrack zur Beteiligung an einem „Trauermarsch“ in Stolberg auf. Dort war 2008 ein 19-jähriger Deutscher bei einer Auseinandersetzung mit einem Staatenlosen libanesischer Abstammung ums Leben gekommen. In diesem Zusammenhang veranstaltete dort die rechtsextreme Szene über einige Jahre hinweg einmal jährlich eine Demonstration, die sie als „Trauermarsch“ bezeichnete. In einem hierfür produzierten Track stellt Fritsch den getöteten Mann unzutreffend als Neonazi dar.

In den folgenden Texten, wie auf der EP Sturmzeichen, verwendete Fritsch eindeutig rechtsextreme Inhalte und Sprache. Zwei dort enthaltene Lieder, die auch Teil der „Schulhof-CD“ der Berliner NPD waren, wurden im zweiten NPD-Verbotsverfahren als Belege für ein mögliches Parteiverbot der NPD benutzt. Beide Lieder waren für die Indizierung der CD durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien relevant.] Nachdem er Ende 2011 zusammen mit dem Bielefelder King Bock den Titel Die Faust geht zum Kopf herausgebracht hatte, folgten Hausdurchsuchungen bei den beiden rappenden Neonazis. Die Polizei beschlagnahmte bei den Razzien Datenträger und Geräte zur Musikproduktion. 2012 veröffentlichte Fritsch die Hausdurchsuchungs EP mit „rassistischen, fremdenfeindlichen und abstoßend pornografischen“ Inhalten.

Im Vorfeld einer Demonstration der Partei „Die Rechte“ in Wuppertal nahm er einen Song auf, in dem er Anhängern der Antifa mit dem Tod droht. Aus dem hiesigen „Autonomen Zentrum“ solle nach einer neonazistischen Machtübernahme ein Konzentrationslager gemacht werden, das Blut der Autonomen werde in der Wupper fließen.

Kontroversen mit dem Sender Kiss FMBearbeiten

Am 9. Oktober 2016 wurde Fritsch im Rahmen der Sendung Facetalk auf Kiss FM interviewt. Im Anschluss wurden der Sender Kiss FM sowie die Sendung Facetalk mit einem Shitstorm belegt. Das Interview wurde kurz darauf von den offiziellen Seiten genommen und in einer Gegendarstellung betonte Programmdirektor York Strempel, dass man „jegliches rechtes Gedankengut ablehnen, verurteilen und abscheulich finden“ würde, aber sich in der Pflicht sehe, „harte und emotional aufreibende Themen nicht auszulassen“. Shahak Shapira, der vor und nach dem Interview zugeschaltet wurde, kritisierte in einem Vice-Artikel die Sendung für ihr Vorgehen. Die Kritik, der sich zahlreiche Medien anschlossen, richtete sich vor allem darauf, dass der Neonazi geradezu naiv befragt wurde und so eine Plattform für seine menschenverachtenden Aussagen erhalten habe.[1][2][3]

Kontroversen mit FSN TVBearbeiten

Im August 2017 wurde bekannt, dass Makss Damage und FSN TV Probleme miteinander hätten. Fritsch warf FSN-TV-Gründer Patrick Schröder vor, dass er nur geschäftliche Interessen verfolge und ihn der nationale Widerstand nicht wirklich interessieren würde. Zudem warf er ihm deswegen eine „jüdische Art“ vor. In einem Interview mit der neonazistischen Kleinstpartei Der III. Weg warf er Schröder zudem vor, „die Nähe zur Identitäten Bewegung und anderen weichgespülten «Patrioten»“ zu suchen. Einigkeit herrsche nur in der Ansicht, dass der nationale Widerstand am Scheideweg stehe bzw. stagniere.[4]

DiskographieBearbeiten

alle Veröffentlichungen bis 2010 entstanden aus der Zeit, in denen er als Linksextremist aktiv war. Alle Veröffentlichungen ab 2011 entstanden nach seinem Übertritt zum Rechtsextremismus. Vereinzelt wurden Lieder auf seiner mittlerweile abgeschalteten Websitemakss-damage.net zum kostenlosen Download bereitgestellt.

Alben
  • Alarmstufe Rot (2008)
  • Stalins Way (2009)
  • MaKssismus 2010 (2010)
  • 2033 (2015)
  • Reconquista Mixtape Volume 1 (2016)
EP's
  • Sturmzeichen (2011)
  • Hausdurchsuchungs EP (2012)
  • 64 Lines! (2018)
Singles und einzelne Lieder
  • Bulle am Boden (2007)
  • Sowjetmacht (2007)
  • Bulle am Boden Remix (2008)
  • Wenn du Mensch bist Remix (2008)
  • Blutrot (2009)
  • Die Hard (2009)
  • Komintern Flavour (2009)
  • A Milli Damage Rmx (2009)
  • Die Faust geht zum Kopf (2011) (zusammen mit Bock)
  • Die Faust geht zum Kopf Teil 2 (2011) (zusammen mit Bock)
  • Harter Tobak (2011)
  • Edelstein (2013)
  • Geld und kein Stress (2013)

MUsikvideosBearbeiten

  • Enazeti Mcee (2015)
  • 88 Lines! (2016)
  • 64 Lines 1 bis 4 (Facebook Spezial) (2016) (alle vier Teile als Musikvideos verfilmt)
  • 64 Lines Weihnachtsspezial (2016)
  • FCK F$N (2017)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBerliner Radiosender hat einen Nazi-Rapper interviewt. Jetzt.de, 2016-10-13, abgerufen am 2016-10-14.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBastian Angenendt: Berliner Sender lädt Nazi-Rapper ein und blamiert sich. Berliner Morgenpost, 2016-10-13, abgerufen am 2016-10-24.
  3. http://www.vice.com/de/read/radiosender-laedt-neonazi-rapper-ein-und-mich-einen-juden
  4. Der III. Weg: Im Gespräch mit Julian Fritsch – Teil 2