Bock (*1984 oder 1985 in Bielefeld; bürgerlich Björn Michael Bock), auch King Bock genannt, ist ein deutscher Rapper, der N-Rap mit Gangsta Rap vermischt. Nach eigenen Aussagen in seinen Liedern lebt er im Bielefelder Stadtteil Senne.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bock fing, laut Aussage im Lied Paragraf 130 aus dem Jahr 2015, ungefähr 2005 oder früher mit der Rapmusik an. Schnell konnte er eine Zuhörerschaft erlangen, die ihn mit viel Lob dazu ermutigte, weiterzumachen. Im Jahr 2006 erscheint das Demotape, dass laut Bock eine Ansammlung aus alten Musikwerken sei. Ein erstes offizielles Album erschien 2007 und trug den Titel Walther Steinar Königssee. Die Arbeiten an dem Album sollen von April bis September 2007 gedauert haben. Zum Titel erklärte Bock wie folgt: „Walther (P99) steht für die schönste Handfeuerwaffe der Welt, (Thor) Steinar für die schönsten Klamotten der Welt und der Königssee ist einfach nur der schönste See der Welt.“

Im April 2009 wurde Bock vom Amtsgericht Bielefeld wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Grund dafür ist, dass auf dem Album Walther Steinar Königssee Textpassagen als ausländerfeindlich und Nationalsozialismus verherrlichend eingestuft wurden. Das Album wurde im Mai 2010 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Meiden indiziert. Ein für 2009 geplantes zweites Album soll wegen anstößigen Texten angeblich nie veröffentlicht worden sein. Dennoch erschien im gleichen Jahr ein Album mit dem Titel Dem Deutschen Volke. Unbekannt ist, ob es sich um eine inoffizielle Veröffentlichung handelt da es im Folgejahr eine zweite Ausgabe mit nur sieben Lieder gab, welche rechtlich anstandlos gewesen seien.

Im Jahr 2011 produzierte Bock zusammen mit dem Gütersloher Rapper Makss Damage das Lied die Faust geht zum Kopf. In diesem Lied wurde Bezug auf das KZ Buchenwald genommen sowie die Überfremdung in Deutschland. Im September 2012 kam es zu Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen bei beiden Rapper. Drei Jahre blieb es bei Bock still, bis 2015 das bis dato letzte Album das Album auf Memory Stick erschien. Das darauf enthaltene Lied Steiner (nicht zu verwechseln mit der Textilmarke Thor Steinar) wurde gar als Musikvideo verfilmt, in dem Bock einmal in legerer Kleidung und einmal mit einer angedeuteten Nazi-Uniform auftritt.

Weltanschauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bock betonte stets, dass er „kein Nazi, sondern ein Patriot“ sei. Im Mai 2008 gab er dem als rechtsextrem geltenden Magazin Rock Nord ein Interview[1]. Dort bestätigte er erneut, dass er lediglich ein patriot sei: „Ich denke, ich habe einen gesunden Patriotismus und das hat weder was mit Volksverhetzung noch mit Nationalsozialismus zu tun.“

In den Folgejahren konnte er seine nationalistische Gesinnung jedoch nicht mehr verhehlen. Die Verwendung des Begriff "Kanacke", das Kokettieren mit Begriffen, die an den Nationalsozialismus angelehnt sind sowie eine Freundschaft mit Makss Damage wurden offensichtlich. Mit Makss Damage nahm er das Lied die Faust geht zum Kopf in zwei Teilen auf und in seinem Musikvideo Alles was wir lieben taucht er im Zeitstempel 3:21 auf [2].

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

da Bock etwas dunkelhäutiger erscheint, wurde er in YouTube-Videokommentaren als Türke o.ä. bezeichnet und wegen seiner Weltanschauung aufs Korn genommen. Bock selber soll angegeben haben, dass er schlesische Wurzeln habe und deshalb ein dunkler Phänotyp sei. Er besteht allerdings darauf, dass beide Elternteile deutscher Abstammung seien.

Musikalischer Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinen Texten vereint Bock typische Gangsta-Rap-Attitüden mit nationalen Elementen. In seinen Texten geht er oft auf kriminellen Machenschaften ein, denen er seit Jahren nachgehen soll. Darin werden vor allem der Verkauf von Drogen und Waffen genannt. Zudem nennt er oft den Stadtteil Senne, in dem er ein Syndikat erschaffen haben soll und ein "Gangster-Leben" lebt. Auch sexistische Elementen oder Todesdrohungen werden ausgesprochen. Ebenfalls werden Ablehung gegen Homoexuelle und Ausländer, besonders aus dem Orient, deutlich. In späteren Texten wirft er der Presse vor, dass sie ihn zum "Hitler-Sohn" oder zum "Nazirapper Numero eins" gemacht hätten.

Bock produziert seine Lieder ausschließlich selber. Das Feature mit Makss Damage ist ebenfalls, bezogen auf die Beats, eine alleinige Produktion von Bock.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

alle Veröffentlichungen sollen ausschließlich digital erhältlich gewesen sein. Begründet wird das damit, dass Bock immer Veröffentlichungen in Eigenregie betrieb und es nie eine Veröffentlichung über eine Plattenfirma gab. Somit waren alle seien Veröffentlichungen stets als kostenloser Download verfügbar.

  • Demotape (2006)
  • Walther Steinar Königssee (2007) (wurde im Jahr 2010 indiziert)
  • Dem Deutschen Volke (2009) (eine zweite Ausgabe mit verminderter Titelliste erfolgte 2010)
  • Blutdiamant (2010) (Freetrack, der über www.kingbock.de heruntergeladen werden konnte)
  • Die Faust geht zum Kopf (2011) (zusammen Mit MakSS Damage)
  • Das Album (2015)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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